Archiv für die ‘Linux’ Kategorie

Unbrick your Linksys WRT54GL

24 August 2010

Ein Bekannter von mir hat einen Linksys WRT54GL wo er eine andere Linux Firmware einspielen wollte. Leider hat er das falsche Image erwischt und somit war der Router nicht mehr erreichbar, sprich es konnte kein Ping mehr abgesetzt werden.

Da ich selbst schon einmal das Problem gehabt habe, bot ich ihm meine Hilfe an den Router wieder flott zu bekommen. Und so wirds gemacht.

Hinweis: Ich übernehme keinerlei Haftung für etwaige Schäden die durch diese Methode auftreten können.

Was wird benötigt:

  • Router inkl. Netzteil und Patch Kabel
  • ein kleiner Schlitzschraubenzieher
  • PC oder Notebook
  • Original Linksys Firmware

Als erstes muss das Gehäuse geöffnet werden. Da hier keine Schrauben verbaut sind kann man den blauen Deckel vom schwarzen Gehäuse trennen. Einfach etwas stärker anziehen.

Anschließend entfernt man die zwei Antennen auf der Rückseite und zieht die Platine aus dem Gehäuse. Nun muss man den Flash Chip lokalisieren. Meist ist dieser mit einem Aufkleber versehen wo “VER” und eine Nummer darauf steht.

Hier sehen wir das bei dem Pin ganz links eine 1 und bei dem Pin ganz rechts 24 steht. Damit wir den Router in den Service Mode schallten können, müssen wir Pin 16 und Pin 17 verbinden. Wenn man genau hinsieht bemerkt man, dass jeder 5te Pin weiß gefärbt ist.

Bevor wir dies aber machen, laden wir uns die original Firmware herunter Download, geben dem Computer eine fixe IP Adresse und verbinden den PC mit dem Router auf Port 1.

Achtung der Router darf noch nicht mit dem Strom verbunden sein!

 IP: 192.168.1.100 Subnetmask: 255.255.255.0 Gateway: 192.168.1.1

Anschließend senden wir einen Dauerping an den Router (der uns noch nicht antworten wird). Jetzt suchen wir Pin 16 und Pin 17 und verbinden die Beiden mittels des Schlitzschraubenziehers. Sobald diese Verbunden sind steckt man den Strom an und wartet bis sich der Router pingen lässt. Wenn der Router antwortet, kann man den Schraubenzieher wieder weglegen.

Kommen wir nun zum Flashen der Original Firmware. Hierbei bedienen wir uns eines TFTP Clients (in Windows 7 bereits vorhanden und muss nur noch unter Features aktiviert werden). Um den Router zu flaschen gibt man folgende Befehlszeile ohne “” ein:

 tftp -i 192.168.1.1 PUT "IMAGEPFAD UND NAME"

Bei mir z.B.:

 tftp -i 192.168.1.1 PUT C:\FW\FW_WRT54GL_4.30.14.005_US_20091026.bin

Nachdem das Image geflashed wurde bekommt man eine Erfolgsmeldung.

 Transfer successful: 3363840 bytes in 5 second(s), 672768 bytes/s

Jetzt nur noch 30 sec. warten und dann kann man den Router neustarten und alles sollte wieder funktionieren. Wenn nicht, einfach den Reset Button drücken. Ich hoffe ich konnte einigen mit diesem Tutorial helfen.

WRT54GL und OpenWRT Kamikaze

7 August 2008

Da mein 3com Officeconnect 11 Wireless Cable/DSL Gateway doch schon etwas in die Jahre gekommen ist, kein WPA2 unterstützt, diverse Funktionen nicht vorhanden sind und die Firmware schon lange nicht mehr weiter entwickelt wird, habe ich mich dazu entschlossen einen neuen W-Lan Router zu kaufen.

Als Freund von Open Source Produkten kommt natürlich nur ein Router mit offener Firmware in Frage. Entschlossen habe ich mich für einen Linksys WRT54GL V1.1 auf welchem OpenWrt lauffähig ist. Obwohl die vorhandene Firmware sehr gut ist habe ich mich trotzdem dazu entschlossen OpenWrt einzusetzen. Grund dafür: OpenWrt basiert auf einem Linux System, somit ist es möglich viele Linuxprogramme direkt auf dem Router zu installieren und den Router um professionelle Funktionen zu erweitern.

Es gibt 2 Version von OpenWrt: “White Russian und Kamikaze”. Ich habe mich für letzteres entschieden, da die Konfiguration in Kamikaze, wie in anderen Linuxdistributionen üblich, über einfache Textdateien innerhalb des Ordners /etc läuft und nicht wie bei White Russian über einen eigenen NVRAM. Da ich der Einfachhalberheit ein Freund von GUIs (Grafical User Interface) bin und OpenWrt von sich aus nur den Konsolen-Modus unterstützt, wurde ich auf X-Wrt aufmerksam. Dieses Projekt stellt eine grafische Oberfläche für OpenWrt zur Verfügung. Um das Packet nicht selbst kompilieren zu müssen, werden vorgefertigte Packete zum download angeboten.

Flashen des Gerätes:

Das Flashen des WRT54GL erwies sich als relativ einfach. Nachdem man den Router über LAN angeschlossen hat und sich mittels 192.168.1.1 auf den Router verbindet, wechselt man auf die Karteikarte mit Firmware Update und wählt dort das Flash-File aus. In meinem Fall war dies openwrt-wrt54g-2.4-squashfs.bin. Nach ein paar Minuten startet das Gerät neu. Jetzt muss nur noch das Passwort vergeben werden und das Gerät ist einsatzbereit.

Fazit:

Durch das hinaufflashen von OpenWrt wird der Router immens aufgewertet und bekommt viele zusätzliche Funktionen die meist nur in teuren Profigeräten integriert sind.